Nero

Im Tierheim seit: 13.06.2020

Rasse: Labrador-Mischling

geb. 19.03.2018

Geschlecht: männlich/kastriert

Kennzeichnung: Chip

Besonderheit: Futterunverträglichkeit (Getreide und Geflügel)

Nero ist kein einfacher Vermittlungsfall. Er musste nach einem Beißvorfall in seiner Familie im Tierheim Höchstädt einziehen.
Aus Sicherheitsgründen, da Nero kein kleiner Schoßhund ist, geht er nur mit Maulkorb Gassi und auch nur mit Menschen, die ihm und seiner Größe gewachsen sind.
Nero scheint 2 Seelen in seiner Brust zu haben:
er schmust und kuschelt sehr gerne und genießt diese Momente sichtlich. Auch liebt Nero es mit Bällen zu spielen. Aber hier kann sich schon seine andere Seite zeigen und vor allem, dass der Rüde nie wirklich gelernt hat, wie das Zusammenspiel mit dem Menschen funktionieren soll. Er kann sein Temperament nicht immer zügeln, was bei seiner Größe und seinem Gewicht nicht harmlos ist. Es erscheint fast so, als ob er mit einem Mal nicht mehr weiß, wie er reagieren soll und entscheidet sich dann für den falschen Weg nach vorne weg. Dies kann auch in Aggression umschlagen.

Nero darf nur wenig Freiraum für eigene Entscheidung haben. Er muss klare Vorgaben bekommen, was von ihm erwartet wird. Seine Pfoten und sein Kopf müssen ausreichend bewegt werden, das heißt nicht einfach nur schöne lange Gassirunden, bei den man stundenlang nebeneinander herläuft. Nero braucht Aufgaben, die er auch erfüllen will. Seien es die normalen Grundkommandos beim Laufen üben oder Richtungswechsel, denen er folgen muss oder auch einfach mal nur ein paar Minuten neben dem Menschen sitzen und nichts tun, als auf den Menschen zu achten und zu warten, welcher Befehl als nächster folgt. Nero braucht die Möglichkeit, seinen Kopf zu nutzen. Leider verliert er dabei noch oft zu schnell die Konzentration und muss um Aufmerksamkeit ermahnt werden. Aber Nero ist definitiv daran interessiert mit seinem Menschen mehr zu tun, als nur zu laufen. Joggen oder Fahrradfahren sind für Nero bisher eher ungeeignet, da er dazu neigt, auf alles was sich bewegt los zu rennen. Daher geht Nero seine aktuellen Gassirunden auch mit Maulkorb.

Auch wenn Nero gerne mit anderen Hunden spielt und sich auf dem Hundeplatz sehr wohl fühlt, scheint er Artgenossen im eigenen Zuhause nicht akzeptieren zu wollen.
Nero scheint sich am besten einfügen zu können, wenn er nur eine Bezugsperson hat und keine anderen Tiere im Haushalt leben. Kinder sollten nicht zu seiner Familie gehören, da Nero nicht weiß, wie er sich hier verhalten soll.

Nero ist ohne Frage eine große Aufgabe für den Menschen und er wird auch nicht nach ein paar Tagen seine Unarten und Gewohnheiten ablegen können. Es wird ein Lernprozess für den Rüden sein, der beide Seiten sicherlich konstant herausfordern wird. Sowohl der Mensch als Oberhaupt des Rudels, der die Verantwortung übernommen hat, als auch Nero selbst werden nur gemeinsam lernen können und so den Weg finden, wie Nero ein für ihn gutes Hundeleben führen kann.
Verdient hat der Rüde die Chance auf jeden Fall und es ist am Menschen ihn dabei zu unterstützen.
Nero sucht den einen Menschen, dem er sein ganzes Vertrauen schenken will, damit er über seinen Schatten springen und die Kontrolle über sein Leben abgeben kann. Es ist viel Arbeit und Erfahrung notwendig, um Nero den Druck zu nehmen, selbst entscheiden zu wollen, was für ihn am besten ist.

Wenn Sie wissen, dass Sie Nero als perfektes Zuhause gerecht werden können und dem Rüden eine Möglichkeit geben möchten, mit Ihnen zu wachsen und seinen Weg zu finden, dann melden Sie sich bitte bei uns entweder per E-Mail an tierheim@tierheim-hoechstaedt.de oder per Telefon unter 09071-3146.