Keks

 

Keks hat schon ein bewegtes Leben hinter sich. Immer wieder scheint es dem Rüden zu schwer zu fallen, sich in ein Familienleben einzugliedern. Das liegt nicht daran, dass Keks böse wäre. Im Gegenteil. Seine Familie liebt der Rüde bedingungslos und beschützt sie mit vollem Einsatz. So ist seine Rasse, so ist sein Instinkt, so ist er geboren.

Keks ist kein Plüschhund - auch wenn er so aussehen mag.

Ein Owtscharka ist geboren um zu hüten und zu beschützen, er hat einen stark ausgeprägten Willen und einen großen Sinn für die Familie. Ein Owtscharka ist zum selbstständigen Handeln gezüchtet worden. Sie sind selbstbewusst und ordnen sich nicht leicht unter. Diese Rasse denkt mit, so dass sie die jeweilige Situation erstaunlich gut einschätzen können und daher manchmal schneller als der Mensch reagieren wollen. Mit einem souveränen Anführer ist ein Owtscharka aber gut zum Erziehen.

Es ist notwendig, dass man sich über diesen Schutzinstinkt bewusst ist. Als Mensch darf man seinem Owtscharka nicht das Gefühl geben, dass er entscheiden muss, denn er wird dies sehr schnell und vor allem konsequent tun. 

Auch Keks hat einen ausgeprägten Schutzinstinkt und wird diesem immer nachfolgen, außer der weiß, dass sein Mensch für seinen Schutz zuständig ist und nicht umgekehrt.

Diesen Punkt im Zusammenleben mit Keks muss man ernst nehmen und immer wissen. D.h. nicht, dass man immer unter Strom stehen muss und immer nervös ist, wenn man mit Keks vor die Tür geht.

Aber Fremde wird Keks immer mit Argwohn betrachten, denn es könnte seiner Familie Unheil drohen, das er abwenden muss. 

Daher ist im Fall einer Adoption von Keks Vorkenntnis mit dieser Rasse und deren typischen Verhaltensweisen, sowie ein erfahrener Hundetrainer, der das Einleben begleiten sollte, unbedingt notwendig.

Keks hat bewiesen seit er bei uns im Tierheim lebt, dass er Menschen sehr gerne mag und sicherlich auch mit Menschen leben kann. Ein fester Tagesablauf, ein großer eingezäunter Garten und keine Kinder, so wie zu viele wechselnde Besucher würden ihn dabei unterstützen diesen außergewöhnlichen Schritt zu gehen. 

Nachdem Keks aber bereits sehr viele "Versuche" hinter sich hat und nun auch ein Alter erreicht hat, bei dem man nicht mal einfach so etwas "ausprobiert", sondern es wirklich richtig passen muss, bitten wir nur um Anfragen zu Keks, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.

 

Eine Bezugsperson mit Erfahrung mit Herdenschutzhunden ist zwingend erforderlich.

Wir wissen, dass damit die Chance auf ein Leben in einer Familie sehr eingeschränkt ist, aber es ist in Keks Interesse, dass er nicht als großer weicher Kuschelhund angesehen wird, sondern als selbstbewusster Rüde, der ein Leben mit Menschen nicht kennt und dem es nicht einfach fallen wird, sich darauf einzulassen.

 

Dennoch ist Keks ein toller Hund, der sich auch gerne den Bauch kraulen lässt und auch mal albern sein kann. Fellpflege ist bei seinem dichten Fell ein großes Thema und auch seine beginnende Arthrose muss man berücksichtigen. Er sollte nicht mehr all zu viele Treppen laufen müssen. 

 

Gerne können Sie sich mit uns telefonisch unter 09074 - 3146 in Verbindung setzen und mehr über Keks erfahren.