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Platz und Geld im Tierheim knapp Von Martina Bachmann Höchstädt „Voll.“ Mit nur einem einzigen Wort beschreibt Leiterin Barbara Wolf die dramatische Lage im Tierheim in Höchstädt. Denn das platzt in diesen Tagen aus allen Nähten. Allein in der vergangenen Woche wurden dort acht Fundhunde abgegeben, insgesamt sind 24 bellende Vierbeiner da. Und eigentlich ist gerade einmal Platz für 15. Die meisten Tiere kommen zudem in einem erbärmlichen Zustand in Höchstädt an und müssen erst einmal behandelt werden. Noch drei Monate, so schätzt der Vorsitzende des Tierschutzvereins Johann Rechthaler, kann sich das Heim über Wasser halten. Dann geht das Geld aus. „Wir hoffen auf Spenden.“ Pekinesendame „Lady“ ist eine der 24 bellenden Vierbeiner. Mit eitrigem Kiefer wurde sie nach Höchstädt gebracht. Wolf sagt: „Ein Hund hat Zahnschmerzen wie ein Mensch.“ Zudem war Lady von Parasiten überhäuft. Ihre Herrchen haben sich offenbar nicht um sie gekümmert. Und bis jetzt wurde Lady auch von niemandem vermisst. Rund 1000 Euro hat der Verein für die Behandlung von Lady ausgegeben. Im Zwinger neben all den anderen Hunden ist sie gar nicht glücklich. Denn die Pekinesendame ist eigentlich eher ein Schoßhund, der lieber auf einem warmen Sofa liegen möchte, sagt Wolf. Zwei Katzenbabys auf einer Terrasse gefunden 30 Katzen leben derzeit im Tierheim. Manche sind noch so klein, dass sie von der Hand aufgezogen werden müssen. Erst am vergangenen Mittwoch wurden zwei Katzenbabys in Höchstädt abgegeben. Sie wurden auf einer Terrasse gefunden, ihre Mutter tauchte dort nicht auf. Die Tierkinder werden jetzt auf einer Pflegestelle alle zwei Stunden gefüttert. Zwei Vollzeitkräfte, ein Lehrling und eine Halbzeitkraft arbeiten im Tierheim. Etwa vier Ehrenamtliche helfen zudem noch mit. Finja und Flo leben auch im Katzenzimmer. Alle anderen, die etwa um die gleiche Zeit geboren wurden, sind längst vermittelt. Nur die beiden sind noch übrig – sie haben jeweils nur ein Auge. Denn aufgrund einer Krankheit musste das andere entfernt werden. Beim Herumtollen und Spielen hindert das die Katzenkinder nicht. Und weil sie von einem Menschen mit der Flasche aufgezogen wurden, so Leiterin Wolf, sind sie auch besonders zutraulich. Rund 500 Tiere kommen pro Jahr Rund 500 Tiere werden im Höchstädter Heim jedes Jahr betreut, sagt Rechthaler. Eigentlich wollte er schon längst in ein anderes Gebäude umziehen – doch ein Neubau sei derzeit auch angesichts der finanziellen Lage in weite Ferne gerückt. Ein Teil der Rücklagen dafür hat der Tierschutzverein bereits für die laufenden Kosten verwendet. Auch in der Vergangenheit musste das Tierheim immer wieder mit finanziellen Flauten kämpfen. Meist gab es dann aber immer wieder großzügige Spenden. Und auf die hofft Rechthaler auch jetzt. Quelle: AZ | Erscheinungstag: 13.08.2010 | Seite: 19 | Titel: Platz und Geld im Tierheim knapp; Engagement In einer Woche acht Fundhunde abgegeben – Platz ist insgesamt nur für 15. Mittel reichen noch drei Monate
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